Model 3/Y January 18, 2025

Kaufratgeber: Tesla Model S gebraucht kaufen

Kaufratgeber: Tesla Model S gebraucht kaufen

Quick Summary

This article is a buyer's guide for purchasing a used Tesla Model S, presenting it as a cost-effective alternative to newer models like the Model 3 or Y. It outlines key factors and potential pitfalls to consider when evaluating a pre-owned Model S. For enthusiasts, this means valuable, practical advice for navigating the used market to potentially own a flagship Tesla at a lower entry price.

Der Markt für gebrauchte Elektrofahrzeuge erlebt einen bemerkenswerten Boom, und ein gebrauchtes Tesla Model S steht für viele als verlockendes Einstiegsticket in die Welt der Premium-Elektromobilität. Während die Aufmerksamkeit oft den kompakteren und neueren Modellen wie dem Model 3 oder Model Y gilt, bietet ein älteres Model S eine einzigartige Kombination aus Raum, Reichweite und etablierter Technik zu einem deutlich gesunkenen Preis. Dieser Kaufratgeber beleuchtet die entscheidenden Faktoren, die Sie vor dem Erwerb eines gebrauchten Tesla-Flaggschiffs prüfen sollten.

Die Baureihe und ihre Evolution: Mehr als nur ein Facelift

Das Tesla Model S durchlief seit seinem Debüt im Jahr 2012 mehrere signifikante Updates. Die wichtigste Zäsur war die Einführung des Facelift-Modells („Refresh“) im April 2016, erkennbar an der schwarzen, statt verchromten „Nase“. Diese Modelle brachten eine verbesserte Batterietechnik, den leistungsfähigeren AP2-Hardwaresatz für das Autopilot-System und eine grundlegend modernisierte Frontpartie mit sich. Vorkopfstützen-Modelle, besonders die frühen Baujahre bis 2014, können anfälliger für bestimmte Verschleißerscheinungen sein. Die Entscheidung für eine Baureihe definiert daher grundlegend, welche Technik, welches Design und welche potenziellen Kinderkrankheiten Sie erwarten.

Die kritischen Prüfpunkte: Batterie, Antrieb und Ausstattung

Das Herzstück jedes Elektrofahrzeugs ist seine Batterie. Fragen Sie nach dem aktuellen degradierten Restreichweite bei voller Ladung und vergleichen Sie diese mit dem ursprünglichen Nennwert. Ein gewisser Kapazitätsverlust ist normal; ein Verlust von über 10-15% sollte jedoch genau hinterfragt werden. Lassen Sie, wenn möglich, eine Diagnose des Hochvoltsystems durchführen. Prüfen Sie zudem den Zustand der Gebrauchtwagen-Garantie: Bei Fahrzeugen, die vor 2020 gekauft wurden, gilt oft eine separate, unbegrenzte Kilometer-Garantie für Antrieb und Batterie, sofern das Auto noch nicht 8 Jahre alt ist. Testen Sie unbedingt alle Funktionen, insbesondere die teuren Sonderausstattungen wie „Ludicrous Mode“, Luftfahrwerk oder die Schiebedach-Option.

Vergessen Sie nicht die „kleineren“ Kostenfaktoren. Der Zustand der oft teuren 21-Zoll-Performance-Felgen auf Schrammen sollte geprüft werden. Die elektrischen Türgriffe, ein Markenzeichen des Model S, müssen zuverlässig ausfahren. Auch die Qualität der Innenausstattung, besonders bei den viel genutzten Ledersitzen und der oft als anfällig geltenden Mittelkonsole, gibt Aufschluss über die Pflege des Fahrzeugs. Ein vollständiger Service-History in der Tesla-App ist hier von unschätzbarem Wert.

Für Investoren und die Marke Tesla selbst ist ein lebendiger, vertrauenswürdiger Gebrauchtmarkt von strategischer Bedeutung. Er hält die Markenloyalität hoch und eröffnet neuen Kundenschichten den Zugang zur Tesla-Ökosystem. Stabile Restwerte stärken zudem die Leasingraten und die allgemeine Wahrnehmung der Marke. Ein transparentes Wissen über die Wertentwicklung und typische Alterserscheinungen der älteren Modelle hilft, realistische Erwartungen zu setzen und das Vertrauen in Elektrofahrzeuge der zweiten Hand insgesamt zu fördern.

Für potenzielle Besitzer bedeutet ein gut gewähltes, gebrauchtes Model S den Genuss eines ausgereiften, langstreckentauglichen EV mit viel Raum zu einem attraktiven Preis. Die Implikation ist jedoch eine bewusste Abwägung: Man erhält viel Auto für das Geld, muss aber bereit sein, sich intensiver mit der individuellen Historie des Fahrzeugs auseinanderzusetzen als bei einem Neukauf. Die Prämie für den neuesten Stand der Technik, etwa in puncto Fahrassistenz oder Ladegeschwindigkeit, fällt weg – zugunsten eines etablierten, immer noch hochkompetenten Gesamtpakets, das seinen Charakter bewiesen hat.

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